Leidest Du unter Schlafproblemen?
Damit bist Du nicht allein. Was Du tun kannst, um den Teufelskreis zu durchbrechen
Wir leben in einer spannenden, aber auch anstrengenden Zeit. Um uns herum ändert sich gerade sehr viel. Klimaveränderungen, Kriege, Lieferengpässe, Künstlicher Intelligenz. Viele Entwicklungen machen Entscheidungen für Verantwortungsträger in Firmen schwieriger und lösen Ängste aus. Zudem haben wir hohe Erwartungen, an unsere Freizeit, an Beziehungen an unsere Kinder und vieles mehr.
Dadurch haben wir nicht nur mit hohem Work Load zu kämpfen, sondern auch mit Emotional Load. Beides zusammen bringt uns an unsere Belastungsgrenze. Tagsüber funktionieren wir, aber nachts im Bett können wir nicht schlafen.
Vielleicht kommt Dir in den Sinn, was Du vergessen hast oder was Morgen alles auf der To-Do Liste steht.
Vielleicht denkst Du an einen Konflikt im Geschäft.
Vielleicht hat Dein Kind Probleme in der Schule oder in der Lehre.
Vielleicht hast Du nicht genug Zeit, Dich um Deine pflegebedürftigen Eltern zu kümmern.
Schlafprobleme sind eng mit Stress verknüpft.
Sobald wir Angst haben, unsere Probleme nicht lösen zu können oder falsche Entscheidungen zu treffen, reagiert unser Körper mit einer Stressreaktion. Diese ist seit Urzeiten gleich – sie soll uns das Überleben sichern, indem sie uns vorbereitet auf einen Kampf um Leben und Tod, z.B. mit einem Säbelzahntiger. Dann gibt es nur noch Kämpfen, Flüchten oder uns totstellen.
Die Muskeln spannen sich an, das Herz pumpt schneller, wir atmen flacher und unser Fokus richtet sich auf das vor uns liegende Problem. Denn im Kampf kann Ablenkung tödlich sein.
Heute ist diese Reaktion meist nicht zielführend, weil wir im Tunnelblick unser Problem nicht lösen können - wir nicht kreativ, blenden wichtige Details aus und sehen die Lösungen so nicht.
Die körperliche Anspannung und das Gedankenkreisen bringen uns nicht weiter, stören aber unseren Schlaf empfindlich.
Wenn man mal eine Nacht nicht gut schläft ist das kein Problem. Wir sind zwar am nächsten Tag müde, ev. etwas gereizt und können uns nicht so gut konzentrieren. Aber wir erholen uns rasch, wenn wir danach wieder gut schlafen.
Wenn wir jedoch unter chronischem Stress leiden und die Schlafprobleme andauern, dann leidet unser Wohlbefinden, unsere Lebensqualität und unsere Leistungsfähigkeit. Oft kompensieren wir unsere Energielosigkeit mit zu viel Essen, wir trinken zu viel Kaffee oder Energy Drinks, um wach und konzentriert zu bleiben - doch das verschärft die Schlafprobleme zusätzlich.
Mit der Zeit erhöht sich, der Druck unbedingt schlafen zu wollen bzw. zu müssen, weil wir ja wissen, dass wir sonst Morgen wieder müde sind - das erhöht den Stress, die Anspannung und mit der Zeit fühlen wir uns hilflos ein einem Teufelskreis von Schlafproblemen gefangen.
Genau das zeigt de Grafik zum Teufelskreis der Schlaflosigkeit.
Der Teufelskreis der Schlaflosigkeit, von Christina Bellin - med. Entspannung
Was aus meiner Sicht hilft, sind diese 3 Dinge
1. Schlafhygiene
Kleine Anpassungen an Deinen Gewohnheiten können viel bewirken, z.B. wenn Du weniger Kaffee und Energy Drinks konsumierst, Dich etwas bewegst, die Natur geniesst, Pausen machst. Ich habe Dir die Tipps zusammengestellt: hier kannst Du die Tipps zur Schlafhygiene herunetrladen.
2.Med. Entspannungsverfahren
helfen Dir, Distanz zu Deinem Stress zu schaffen, den Körper und Dein Nervensystem zu regulieren. Dadurch beruhigen sich auch die Emotionen und die Gedanken, wodurch Du wieder besser schlafen kannst. Gerne kannst Du mich anrufen, um herauszufinden, ob für Dich am besten Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen passen.
3. Das Gedankenkarussell stoppen
Das kannst Du zum Beispiel tun, indem Du vor dem Einschlafen bewusst an etwas Schönes denkst, was Du erlebt hast oder eine Imaginations- oder Atemübung machst. Auch 5 Minuten einfach aufschreiben, was Dir in den Sinn kommt, kann helfen.